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Blunk - vor 150 Jahren:
(vormals Bluoncke, Bulilunkin), Dorf 1 Meile nördlich von Segeberg, Amt, Kirchspielvogtei und Kirchspiel Segeberg; enthält 12 Vollhufen, 1 Zwölftelhufe, 4 Kathen mit, 6 Kathen ohne Land und 2 Anbauerstellen (12 1/12 Pflüge). - Schule (70 Kinder). -  Volkszahl: 311, worunter 1 Krüger, 1 Schmied und einige Handwerker. - Am 6. Mai 1836 wurden hier 9 Hufen (30 Gebäude) durch eine Feuersbrunst eingeäschert. - Areal: 1685 1/2 Tonnen à 260 Quadratruthen, darunter Acker 870 Tonnen, Wiesen 398 Tonnen, Hölzung (Königlich) 15 Tonnen, Haide 234 Tonnen und Moor 168 1/2 (1271 Steuertonnen). Der Boden besteht theils aus einer Mischung von Lehm, Sand und Pflanzenerde mit einer steinigten Unterlage von schwarzem Sande und Kies, theils aber auch aus einer hellrothen und schwarzen eisenhaltigen Erdart, die sehr mittelmäßig ist. Die Wiesen sind ebenfalls von keiner guten Art. - Vom Blunker-See gehören 17 Tonnen 15 Schipp zum Gute Muggesfelde; ein anderer kleiner See heißt Blunker Wardel. - Bei Blunk wurde 1843 in einem Hünengrabe ein goldener Spiralring gefunden. [S-B: II.-Holst.]

Quellen: "Topographie des Herzogthums Schleswig" von Johannes von Schröder, zweite, neu bearbeitete Auflage, Oldenburg/Holst. 1854. Kürzel: [S-B: I. - SL] "Topographie der Herzogthümer Holstein und Lauenburg, des Fürstenthums Lübeck und des Gebiets der freien und Hanse-Städte Hamburg und Lübeck" von Johannes von Schröder und Hermann Biernatzki, zweite neu bearbeitete, durch die Topographie von Lauenburg vermehrte Auflage, 2. Bde., Oldenburg /Holst. 1855/56. Kürzel: [S-B: II.-Holst.]